Willy Dorn

Willy DornEin illustrativer Erzähler und Zeitnehmer

Willy Dorn, 1954 in Berlin geboren, entdeckte für sich die Insel Kreta vor mehr als 37 Jahren. Schon beim ersten Ankommen damals mit der Fähre bemächtigte ihn das Gefühl, heim zu kommen. Diesem Heimatgefühl folgend besuchte der Künstler die Insel so oft wie möglich und verlegte vor zwölf Jahren seinen Wohnsitz nach Kreta, wo er von seinen kretischen Freunden Wassilis Dornakis genannt wird. Inzwischen ist Willy Dorn vor allem aus privaten Gründen wieder zurück nach Deutschland gekommen und präsentiert nun hier wieder verstärkt seine griechischmediterranen Impressionen.
Die promovierte Kunstwissenschaftlerin und heutige Direktorin des Ulmer Museums Gabriele Holthuis sagte einmal über den Maler: „Vision und Realität, das sind die beiden Pole, zwischen denen und mit denen sich die Kunst Willy Dorns entfaltet. Der Übergang von der Realität zur Vision ist fließend, für den Betrachter jedoch nachvollziehbar“. Und der Kunsthistoriker Dr. Helge Bathelt nannte den Künstler einen “Zeitnehmer, der sich die Zeit noch nehme, mit offenen Augen zu reisen und Schönes zu gestalten. Willy Dorn habe die Eigenschaft, genau zu beobachten. Seine Bilder liefern das Wesentliche: Ausdruck und Gehalt. Andererseits sind sie auch ein Spiel mit dem Tatsächlichen.“
Sich selbst bezeichnet der Künstler als “gnadenlosen, aber hoffnungsvollen Romantiker”, der in all dieser neuzeitlichen Hyperschnelligkeit bewusst sein “Tempo” reduziert hat. Wann immer es die notwendigen Arbeiten möglich machen vor Computer und Schreibtisch zu fliehen, ist Willy Dorn über viele Stunden in der wilden Bergwelt der “LEFKA ORI” ( zu deutsch: die “Weißen Berge”) oder an Kretas vielgesichtigen Küsten unterwegs, zumeist allein oder mit kleinen Gruppen, die von ihm geführt werden.
Willy Dorn arbeitet vorzugsweise in Bilder-Serien. So kann er sich intensiv in ein selbst gestelltes Thema hinein arbeiten, sich technisch wie auch inhaltlich perfektionieren. In der aktuellen Bilderserie “Küstenlandschaften” sind zum einen die künstlerischen Eindrücke von sommerlich lichtdurchfluteten Traumstränden, wie sie ein jeder Badetourist liebt und meist vermisst, zu sehen. Ein anderer Schwerpunkt seiner Bilder sind die Impressionen von seinen winterlich eremitären Touren an menschenleere Strände mit zum Teil vom Sturmwind aufgewühltem Meer.
Der Ausstellung im Bezirksamt Degenfeld hat der Künstler den Titel „Schwäbische Alb-Träume“ gegeben und gemeint sind damit nicht Alpträume, die jeden einzelnen hin und wieder heimsuchen, sondern Träume und Sehnsüchte, die ihn als sonnensüchtigen Künstler beschleichen, wenn auf der Schwäbischen Alb der Nebel aufzieht, die bunten Herbstblätter von den Bäumen gefegt werden und die Heizung angestellt werden muss.
Dann kehrt Willy Dorn in sich, spürt mit Wehmut dem vergangenen Sommer auf Kreta nach, lässt alle Wandertouren und Erlebnisse mit den Menschen dort vor seinem inneren Auge Revue passieren und versucht aus all dem ein farbiges Kaleidoskop von exemplarisch wichtigen Bildern zusammen zu stellen, die er in seiner aktuellen Ausstellung präsentieren möchte.
Willy Dorn ist kein abstrakter und kein abstrahierender Maler. Er möchte vielmehr mit seinen Bildern erlebte
Geschichten von seiner geliebten Insel Kreta in illustrativer Weise erzählen, ohne dabei nur abzubilden. Vielmehr ist ein jedes Bild eine ganz private Hommage an das Gesehene, geschönt und verändert, ganz wie es dem Künstler beliebt. Hin und wieder werden auch mythologische Elemente in seine Bilderwelten eingearbeitet. Dann wird der Künstler Willy Dorn zum Visionär und sieht eine schlafende Aphrodite im Wasser, einen zornigen, Blitze schleudernden Zeus oder Poseidon’s Gesicht in der aufschäumenden Gischt einer sich brechenden Welle.

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9 Kommentare zu „Willy Dorn“

  1. Sehr schöne Bilder haben Sie erschaffen. Lg Maja
    ich habe sonst keine Möglichkeit zum Kommentieren gefunden, jedenfalls nicht unter den Bildern.
    Danke für Ihr LIKE

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  2. endlich habe ich mir einmal zeit genommen für eine besuch in ihren blog….auch ich bin liebhaberin diese wunderschönen insel kreta…seit ich sie das erste mal besuchte bin ich faszinert von ihrem besonderen flair……deshalb war die zeit hier eben voller fernweh …und gerade diese alten olivenbäume liebe ich auf dieser insel……ich danke das ich in ihre werke eintauchen konnte ….sie haben mich verzaubert…..danke für diese besondere reise……lieber gruß..manuela

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  3. Lieber Willy, es ist wunderbar, wenn man dort wohnen darf, wo man sich zu Hause fühlt, in Deinem Fall also Kreta. Die Beschreibung „Zeitnehmer“, „Romantiker“, „erlebte und durchlebte Geschichten“ machen mich sehr neugierig auf Deinen Blog, in dem ich von nun an ein wenig stöbern werde. LG von der Pauline :-D♥
    PS: nochmals vielen Dank für Deine Likes ♥ auf meinen Blogs

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